Tiefe Karies, Unfälle oder andere Einflüsse können dazu führen, dass das Nervengewebe im Inneren eines Zahns abstirbt. In vielen Fällen treten dann Schmerzen auf – verursacht durch bakterielle Zersetzungsprozesse im abgestorbenen Gewebe. Die gängige schulmedizinische Maßnahme ist die Wurzelkanalbehandlung, bei der versucht wird, das infizierte Gewebe zu entfernen und den Hohlraum im Zahninneren gründlich zu reinigen.
So hilfreich diese Methode in akuten Fällen sein kann, sollte man die langfristigen Auswirkungen kritisch betrachten. Trotz größter Sorgfalt lassen sich nicht alle feinen Verästelungen und porösen Bereiche im Zahn vollständig reinigen. Zurückbleibendes Gewebe kann mit der Zeit von Bakterien besiedelt werden und zu einem chronischen Entzündungsherd werden – oft ohne spürbare Beschwerden.
In unserer Praxis betrachten wir wurzeltote Zähne ganzheitlich – als mögliche Belastungsquelle für das Immunsystem. Wir beraten Sie umfassend zu den Risiken und möglichen Alternativen – mit dem Ziel, Ihre allgemeine Gesundheit zu stärken und unerkannte Stressfaktoren zu reduzieren.
Ein zentrales Problem bei wurzeltoten Zähnen ist nicht der akute Schmerz – sondern die Chronifizierung der Entzündung. Das Immunsystem reagiert auf verbliebene Bakterien oder abgestorbenes Gewebe im Zahn, versucht den Entzündungsprozess lokal einzudämmen – oft mit Erfolg, zumindest was die Schmerzfreiheit betrifft. Doch im Hintergrund bleibt der Körper dauerhaft in Alarmbereitschaft.
Diese sogenannten stillen Entzündungen belasten das Immunsystem kontinuierlich – häufig über Jahre hinweg, ohne dass Betroffene es bemerken. Zähne, die eine Wurzelkanalbehandlung hinter sich haben, gelten als devital, also nicht mehr lebendig. Sie verbleiben zwar funktionell im Mundraum, sind jedoch aus biologischer Sicht kein aktives Organ mehr.
In der ganzheitlich-biologischen Zahnmedizin stellen wir uns daher bewusst die Frage, welchen Einfluss tote Zahnstrukturen auf die Gesundheit des gesamten Organismus haben können – und ob eine Entlastung des Körpers durch deren Entfernung sinnvoll ist.
Wurzeltote Zähne können den Körper dauerhaft belasten – auch wenn keine akuten Beschwerden auftreten. In der biologischen Zahnmedizin kann es daher sinnvoll sein, diese durch biokompatible Keramikimplantate zu ersetzen. Ob ein Austausch im individuellen Fall empfehlenswert ist, klären wir anhand Ihrer gesamten gesundheitlichen Situation.
Möglicher Behandlungsablauf:
3D-Röntgen des Kiefers (DVT)
Optional: Mercaptan-/Thioether-Test (IMD Berlin)
Mikronährstoff-Vorbereitung (z. B. Vitamin D3)
Schonende Zahnentfernung und Entzündungsreinigung
Ozon-Sauerstoff-Desinfektion
A-PRF-Eigenbluttherapie zur Wundheilung
Sofortimplantat aus Keramik – für Funktion und Ästhetik